Branchennews

Di

10

Nov

2009

SRG unterstützt erstmals Entwicklung von Dokumentarfilmen

Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) und

ihre TV-Sender haben erstmals drei Beiträge für die Entwicklung

von abendfüllenden Dokumentarfilmen vergeben.

 

An einer ersten Sitzung vom 29. Oktober wurden 32 Projekte

präsentiert, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst.

Das Selektionskomitee, bestehend aus Alberto Chollet (SRG),

Irène Challand (TSR), Urs Augstburger (SF) und Luisella Realini

(RSI), hat die folgenden Unterstützungsbeiträge zugesprochen:

«Die Reise zum sichersten Ort der Erde» von Edgar Hagen,

Mira Film, wird mit 15 000 Franken unterstützt. Ebenfalls

15 000 erhält  «Schneeweisschen & Rosenrot» von Mirjam von Arx,

Ican Films. 10 000 Franken wurde dem Projekt «Vaters Garten»

von Peter Liechti, Liechti Filmproduktion, zugesprochen.

 

Vorgesehen ist ein Gesamtbeitrag von 80 000 Franken pro Jahr

(40 000 Franken für das zweite Halbjahr 2009) für höchstens

sieben Projekte (3 Projekte für das zweite Halbjahr 2009).

Zweimal pro Jahr prüfen die Verantwortlichen des «Pacte

documentaire» von SF, TSR und RSI die eingereichten Gesuche

und entscheiden gemeinsam anhand der im Reglement aufgeführten

Kriterien, welche Projekte unterstützt werden sollen.

 

Die Zuschüsse würden entsprechend den besonderen Eigenheiten

der verschiedenen Projekte vergeben, heisst es in der

Mitteilung weiter. Besonders berücksichtigt werden die

eigentliche Entwicklungsarbeit (Recherche, Vertiefung,

Kontakte, Finanzierung usw.), das Engagement des

verantwortlichen Produzenten und das allfällige Interesse

anderer Institutionen, die für eine finanzielle Unterstützung

der Projekte in Frage kommen.

 

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Do

22

Okt

2009

Hochschule Luzern zeichnete Kürzestfilme aus

Für Filme in der Länge von 5, 10 und 20 Sekunden hat die

Hochschule Luzern am Mittwoch Preise im Gesamtbetrag von

10 000 Franken ausgerichtet.

Bei dem bereits zum dritten Mal durchgeführten Wettbewerb ging es darum, «den kreativen und professionellen Umgang mit digitalen Kommunikationsmedien im öffentlichen Raum zu fördern», wie es in der Ausschreibung hiess. Zudem will der Wettbewerb auf die spezifischen Chancen und Eigenheiten dieser neuen Kommunikationsform aufmerksam machen und die aktive Auseinandersetzung des kreativen Nachwuchses mit den neuen Film- und Animationstechnologien fördern. Insgesamt gingen 326 Arbeiten ein.

Die ersten Preise gingen an «Basketball» von Carlo-Roman Picaso

(Luzern), an «Alles in Butter?!?» von Karin Willimann (Luzern)

und an «Die Rache» von Simon Renfer (Bern). Ausserdem erhielt

Lukas Moor (Olten) eine «Lobende Erwähnung» für «Bewegung am

Rande». Die besten 36 Filme des Kürzestfilmwettbewerbs sind

zu sehen auf http://www.5-10-20.ch sowie auf eBoards in allen

grossen Schweizer Bahnhöfen, den Adscreens in den Schweizer

Poststellen und auf den Infoscreens in den U- und S-Bahnen

Österreichs.

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Di

20

Okt

2009

Viennale setzt auf Schweizer Dokumentarfilme

Vier Schweizer Dokumentarfilme stehen im Programm der diesjährigen Internationalen Filmfestwochen Wien «Viennale», welche zum 47. Mal vom 22. Oktober bis 4. November 2009 stattfinden. Die dem künstlerisch anspruchsvollen Filmschaffen verpflichtete Veranstaltung unterstreicht somit den internationalen Stellenwert, welche Dokumentarfilme aus der Schweiz einnehmen.

 

Der eben mit dem Europäischen Filmpreis Prix Arte des Besten Dokumentarfilms ausgezeichnete Film «The Sound Of Insects» von Peter Liechti wird vom Cineast persönlich dem Publikum des in Österreich grössten Festivals vorgestellt, welches jährlich über 300 Filme aller Formate zeigt und über 90'000 Zuschauer vereinigt. Ebenfalls in Wien befindet sich Vadim Jendreyko mit seinem am Festival Visions du Réel in Nyon ausgezeichneten Film «Die Frau mit den 5 Elefanten». Das Festival, welches alle Filme ebenbürtig behandelt und keinen Wettbewerb veranstaltet, zeigt ausserdem den in Locarno auf der Piazza Grande uraufgeführten Musikfilm «sounds and silence – unterwegs mit Manfred Eicher» von Peter Guyer und Norbert Wiedmer sowie den 16-minütigen Essayfilm «So Long No See» von Véronique Goël, eine Hommage an den 2008 verstorbenen Toningenieur Luc Yersin

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Fr

16

Okt

2009

2. Runde: Aufsichtsbeschwerde Produzentenverbände

Die Filmverbände, deren Aufsichtsbeschwerde gegen die Sektion Film des
Bundesamtes für Kultur vom Eidg. Departement des Inneren (EDI) abgewiesen
wurde, reagieren scharf auf das Schreiben aus Bern
.

Die Willkür in der Filmpolitik werde vom Bundesrat gedeckt, hiess es. Die "sehr oberflächliche" Behandlung der Aufsichtsbeschwerde zeige bloss, dass der scheidende Kulturminister Pascal Couchepin die Sektion Film des Bundesamtes für Kultur (BAK) noch vor seinem eigenen Abgang reinwaschen wolle.

Dies sagte Rolf Schmid, der Präsident des Filmproduzentenverbandes SFP
gegenüber der SDA. Gleichzeitig warf er der BAK-Sektion unter Filmchef
Nicolas Bideau vor, das Departement mit falschen Informationen versorgt zu
haben.

Unversöhnlich zeigte sich Schmid am Mittwoch jedoch nicht: Die von
BAK-Direktor Jean-Frédérich Jauslin ausgesprochene Einladung zu einem
klärenden Gespräch Ende Oktober oder Anfang November wolle er annehmen.

Erst im Anschluss an dieses Gespräch würden die Produzentenverbände
entscheiden, ob sie ihre Aufsichtsbeschwerde weiterziehen, sagte Schmid.
Nächste Instanz wäre der Bundesrat.

Der Filmproduzentenverband SFP und die Gruppe Autoren, Regisseure,
Produzenten GARP hatten die Beschwerde gegen die BAK-Sektion Film Ende Juli
eingereicht. Hauptbeschwerdepunkt der Produzenten war die Verletzung der
Ausstandspflicht durch einige Mitglieder der Kommission, die über die
Filmförderung entscheidet.

Das Eidg. Departement des Innern (EDI) wies die Aufsichtsbeschwerde in allen
Punkten ab, wie das BAK am Dienstag der Nachrichtenagentur SDA auf Anfrage
mitteilte.

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Di

13

Okt

2009

MEDIA Desk Suisse: Resultate für Projektentwicklung

Die MEDIA Kommission hat die Resultate für Projektentwicklung, Interaktive Projekte und MEDIA International bekannt gegeben.

 

Einzelprojekte / Single Projects

Bei der 2. Eingaberunde hat die MEDIA Kommission eine Gesamtsumme von 3'499’193 € an 96 Projekte vergeben. Aus der Schweiz wurde kein Antrag selektioniert.

 

Paketförderung I / Slate Funding

Bei der 2. Eingaberunde hat die MEDIA Kommission eine Gesamtsumme von 3'083’123 € an 22 Projekte vergeben. Aus der Schweiz wurde kein Antrag selektioniert.

 

Paketförderung II / Slate Funding 2nd Stage

Bei der 2. Eingaberunde hat die MEDIA Kommission eine Gesamtsumme von 1'795’814 € an 13 Projekte vergeben. Aus der Schweiz wurde kein Antrag selektioniert.

 

Resultat Call 20/2008 – TV Koproduktion

Bei der 2. Eingaberunde hat die MEDIA Kommission eine Gesamtsumme von 3'998'000 € an 33 Projekte vergeben. Aus der Schweiz wurde kein Antrag selektioniert.


Bei den weiteren Calls wurden aus der Schweiz schon gar keine Anträge gestellt.

 

Da muss die Frage erlaubt sein: Was ist faul am MEDIA-Programm? Lohnt sich die Teilnahme der Schweiz überhaupt? Wann nehmen sich die Verbände dieser Problematik an?

Die Teilnahmebedingungen und -Anforderungen sind offensichtlich derart absurd hoch, dass sie für CH-Produzenten und ihre Projekte kaum oder gar nicht erfüllbar sind! (K.R.)

http://www.mediadesk.ch

 

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Mo

12

Okt

2009

Viennale 2009

YouTube-Video
VIENNALE Highlights 2009
Neben den allgemeinen Informationen zum Festival präsentieren wir Ihnen Details zu den diesjährigen Tributes, den Special Programs, der Retrospektive und dem Veranstaltungsprogramm im Viennale Festi
V09_HauptPK_D_web.pdf
Adobe Acrobat Dokument [2.1 MB]
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Fr

09

Okt

2009

Infos: Kurzfilmtage Winterthur

Nur noch 4 Wochen bis zu den 13. Internationalen Kurzfilmtagen Winterthur! Neben dem tollen Wettbewerb und einer neuen Spielstelle mit 800 Plätzen erwartet dich dieses Jahr ein attraktives Spezialprogramm rund um den politischen Kurzfilm:

 

Die Ufmüpferli blicken zurück auf 75 bewegte Jahre politisches Kurzfilmschaffen in der Schweiz, vom Arbeiterfilm der 1930er Jahre bis zur Youtube-Collage. Mit der Sarajevo Documentary School und dem Freitagsmagazin des Schweizer Fernsehens stellen wir zwei politische Institutionen der 1960er Jahre vor und im Fanatikerprogramm kämpfen Überzeugungstäter wie Ulrich Seidl, Werner Herzog oder Alexander Kluge um die Gunst des Publikums.

 

Zu Gast sind dieses Jahr ausserdem das Baskenland und der Irische Shooting Star Ken Wardrop. Neben der CH-Premiere von Deutschland 09 gibt es die Kurzfilmnominationen für den Europäischen Filmpreis (Prix UIP) zu entdecken oder den Untergang der Welt zu bestaunen (Apocalypse Wow!). Dank look&roll kommt an den Kurzfilmtagen auch das Thema Behinderung auf die Leinwand und im Programm der Zauberlaterne kommen die Kurzfilmfans der Zukunft auf ihre Rechnung.

 

Ab sofort ist das gesamte Programm auf unserer Webseite einsehbar und der bequeme online-Vorverkauf eröffnet. Alle Informationen und den brandneuen Festivaltrailer gibt’s wie immer unter www.kurzfilmtage.ch

 

Auf bald in der Kurzfilm-Hauptstadt der Schweiz

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Do

01

Okt

2009

Online-Marketing Pflicht für Kinoerfolg

"Nicht nur Web, sondern kluger Marketing-Mix entscheidend"

Verstärktes Online-Marketing soll leere Kinosäle vermeiden (Foto: pixelio.de/Valerie Hammerbacher)

Los Angeles (pte/01.10.2009/06:05) -

Marketingverantwortliche der Filmbranche müssen sich in ihrer Promotionstätigkeit stärker auf neue Kommunikationsplattformen wie soziale Community-Netzwerke im Internet konzentrieren. Falls sie es dort nicht schaffen, das junge Kinopublikum zu erreichen, riskieren sie, dass die von ihnen beworbenen Produktionen bei ihrer Veröffentlichung vollkommen unbeachtet bleiben. Zu diesem Ergebnis kommt der Bericht "Moviegoers 2010" des US-Unternehmens Stradella Road http://www.stradellaroad.com, das die großen Filmstudios Hollywoods bei ihren groß angelegten Marketingkampagnen berät. Demnach sind mittlerweile bereits 94 Prozent des Kinopublikums im Web aktiv. Besondere Beleibtheit genießen dabei vor allem soziale Community-Plattformen, auf denen rund 73 Prozent der Filmliebhaber ein eigenes Profil besitzen. Die ersten Informationen über einen neuen Film erhält die Mehrheit aber immer noch durch entsprechende TV- oder Kinospots (73 Prozent), während das Web in dieser Hinsicht mit 44 Prozent deutlich abgeschlagen liegt.

 

"Das Internet gewinnt für das Marketing von Kinofilmen zunehmend an Bedeutung. Das Medium ist für Marketingverantwortliche ein sehr hilfreiches Tool, mit dem sie ihre Kampagnen relativ günstig durchführen und bestimmte Zielgruppen genauer ansprechen können", bestätigt Jan Oesterlin, Geschäftsführer von Zukunft Kino Marketing, einer Initiative des Hauptverbandes Deutscher Filmtheater (HDF) http://www.kino-hdf.com , im Gespräch mit pressetext. Um einen erfolgreichen Start eines neuen Films zu bewerkstelligen, komme es aber nicht nur auf das Web, sondern auf einen klugen Marketing-Mix an. "Es wäre ein fataler Fehler, sich in dieser Hinsicht ausschließlich auf Marketingaktivitäten im Netz zu verlassen. Wie auch die aktuelle Untersuchung aus den USA zeigt, stellt die Ausstrahlung von Film-Trailern im TV und Kino noch immer ein sehr wichtiges Promotionsinstrument dar, auf das keinesfalls verzichtet werden sollte", betont Oesterlin.

Dass dem Web und insbesondere den sozialen Netzwerken heute zur Ansprache der jüngeren Zielgruppen ein hoher Stellenwert eingeräumt werden muss, ist dem Experten zufolge keine allzu neue Erkenntnis. Beispiele wie der Film "Blair Witch Project" hätten bereits vor Jahren gezeigt, was erfolgreiches virales Marketing auf Online-Plattformen bewirken kann. "In diesem Zusammenhang darf aber nicht vergessen werden, dass manche Zielgruppen nicht im Netz erreicht werden können und viele Filmproduktionen nicht unbedingt für ein jüngeres Publikum, das auf diesen Portalen aktiv ist, interessant sind. Ein möglichst effektives Marketing sollte deshalb stets individuell auf den jeweiligen Film angepasst werden", stellt Oesterlin klar. Eine pauschale Allheillösung für ein erfolgreiches Kinofilm-Marketing gebe es nicht.

Dem Stradella-Road-Bericht zufolge spielen Filmrezensionen und Meinungen anerkannter Kritiker dabei lediglich eine untergeordnete Rolle, was die Entscheidung betrifft, ob man sich einen neuen Film im Kino ansehen will oder nicht. Ausschlaggebend hierfür sehen 75 Prozent des Kinopublikums vielmehr die Meinung von vertrauenswürdigen Freunden und solchen Personen, die den betreffenden Streifen bereits selbst gesehen haben und ihre Einschätzung im Internet mit anderen teilen. "Diese Erkenntnis hatte auch bereits vor dem Internetzeitalter Gültigkeit. Eine Online-Community, der eine gewisse Verlässlichkeit zugesprochen wird, ist sicherlich eine potenziell gute Entscheidungshilfe für Filmfans", so Oesterlin abschließend.

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Di

29

Sep

2009

Schweizer Filmer protestieren vehement!

Die Verhaftung Polanskis ist nicht nur eine groteske Justizposse, sondern auch ein ungeheuerer Kulturskandal.

Die Verhaftung von Roman Polanski, der heute Sonntag am 5. Zurich Film Festival für sein Lebenswerk geehrt werden sollte, ist nicht nur ein juristischer Skandal, der dem Ansehen der Schweiz weltweit immensen Schaden zufügen wird, sondern auch eine Ohrfeige ins Gesicht aller Kulturschaffenden in der Schweiz. Wir Schweizer Filmer und Filmerinnen protestieren scharf und fordern das Bundesamt für Justiz auf, die kulturelle Ehrung eines international anerkannten Filmkünstlers nicht für eine Schweizer Justizposse auszunutzen.

Es ist eine Ungeheuerlichkeit, dass die Schweizer Justiz dem Begehren der USA , auf einen amerikanischen Haftbefehl aus dem Jahr 1978 (!) fussend, nachgibt, damit einer der renommiertesten Filmregisseure der Welt wegen einem über dreissig Jahre zurückliegenden Fall verhaftet wird.

Verband Filmregie und Drehbuch Schweiz 

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Do

24

Sep

2009

Media gerettet: Schweizer Fernsehen darf Bierwerbung zeigen

In Zukunft dürfen die Sender Werbespots für Bier und Wein ausstrahlen, wie das Parlament heute beschlossen hat. Mit dem Entscheid passt sich die Schweiz der EU an.

 

Die Werbung für Bier und Wein am TV soll liberalisiert werden: Die Sender der SRG wie auch ausländische Sender mit Schweizer Sendefenstern dürfen künftig Werbung für leichte Alkoholika zeigen. Der Ständerat hat am Donnerstag dem Nationalrat nachgegeben und den Antrag der Einigungskonferenz übernommen.

 

Zurzeit ist die Werbung für Bier und Wein in der Schweiz auf allen SRG-Sendern sowie in den Schweizer-Werbefenstern von ausländischen Fernsehanbietern verboten, - wie etwa auf Sat1. Diese Gesetzgebung steht im Widerspruch zur EU-Richtlinie «Fernsehen ohne Grenzen». Gemäss dieser Richtlinie unterstehen im Ausland ausgestrahlte Werbefenster einzig den Gesetzen im Lande des Senders. Da in Deutschland Werbung für Bier und Wein erlaubt ist, muss dies auch für deutsche Privatsender gelten, die Schweizer Werbefenster betreiben.

 

Auf dem Spiel stand die Teilnahme am Filmförderungsprogramm

Dies muss die Schweiz umso mehr, weil beide Räte bereits entschieden haben, am EU-Filmförderungsprogramm Media teilzunehmen. Dies bedingt, dass die Schweiz die EU-Fernsehrichtlinien respektiert. Der Bundesrat schlug deshalb vor, das Werbeverbot zu lockern - auch für die SRG-Sender.

 

Das Media-Abkommen und der Beitrag der Schweiz von 41 Millionen Franken mit jährlichen Tranchen von rund 10 Millionen Franken bis 2013 ist von beiden Räten gutgeheissen worden. Das Verbot religiöser und politischer Werbung sowie der Werbung für Spirituosen und Mischgetränke kann aufrechterhalten werden.

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Mo

21

Sep

2009

«Home» geht zur Oscar-Verleihung

Ein toller Erfolg für Ursula Meier: Ihr Kinospielfilm «Home»

wird die Schweiz beim Wettbewerb um die Oscars 2010 vertreten.

 

Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat den Autorenfilm bei der

«Academy of Motion Picture Arts and Sciences» in der Kategorie

«Bester fremdsprachiger Film» am Samstag angemeldet. «Home» sei

im Rahmen eines Auswahlverfahrens aufgrund seines Erfolgs und

seiner Beliebtheit beim Publikum in der Schweiz und den

umliegenden Ländern in den Kinos und an internationalen

Filmfestivals ausgewählt worden.

 

«Die Auswahl von `Home` ist mit einer Unterstützung

von insgesamt 60 000 Franken verbunden, die das BAK

(50 000 Franken) sowie der Kanton Jura und die Stadt Delémont

(10 000 Franken) für eine aktive Promotion des Films an der

Endauswahl in Los Angeles bereitstellen», teilte das Bundesamt

für Kultur am Samstag mit.

 

Der Film erzählt die Geschichte einer Familie, die in einer

ruhigen, verlassenen Landschaft an einer bis anhin unbenutzten

Autobahn lebt. Alles ändert sich jedoch, als die Autobahn in

Betrieb genommen wird. Die Familie wird isoliert, und die

Spannungen nehmen zu. Doch die Geschichte findet einen

unerwarteten Ausgang, bevor die scheinbar unabwendbare

Katastrophe eintritt. In den Hauptrollen sind Isabelle Huppert

und Olivier Gourmet zu sehen.

 

Für Ursula Meier ist es der erste abendfüllende Kinospielfilm.

Das BAK schreibt über die 1971 in Besançon (Frankreich)

geborene Regisseurin: «Sie wuchs in der Schweiz auf und machte

ihre Ausbildung zur Regisseurin in Belgien. Heute lebt sie in

Brüssel, Paris und Genf.»

 

«Home» hat seit seiner Uraufführung in Cannes 2008 Kritiker

und Jurys überzeugt und national wie international zahlreiche

Preise gewonnen.

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Fr

18

Sep

2009

"MEDIA" - Abkommen dank Ständerat wieder in Gefahr

Der Ständerat hält am Widerstand gegen eine Liberalisierung der Fernsehwerbung für Bier und Wein fest. Er lehnte mit 19 gegen 17 Stimmen den vom Nationalrat gutgeheissenen Vorschlag des Bundesrats ab, solche Werbung in Zukunft zu erlauben.

Zurzeit ist Werbung für Bier und Wein in der Schweiz auf allen SRG-Sendern sowie in den Schweizer-Werbefenstern von ausländischen Fernsehanbietern verboten. Lokale Fernsehsender und die Privatradios hingegen dürfen für diese leichten Alkoholika Werbung machen.

Gemäss der EU-Richtlinie «Fernsehen ohne Grenzen» unterstehen im Ausland ausgestrahlte Werbefenster einzig den Gesetzen im Lande des Senders. Da in Deutschland Werbung für Bier und Wein erlaubt ist, muss dies auch für deutsche Privatsender gelten, die Schweizer Werbefenster betreiben. Nach der Teilnahme der Schweiz am EU-Filmförderungsprogramm «Media», welches bedingt, dass die Schweiz die EU-Fernsehrichtlinie respektiert, müsste die Schweiz dies umso mehr. Daher schlug der Bundesrat vor, das Werbeverbot auch für die SRG-Sender zu lockern.

Der Ständerat wollte davon nun zum dritten Mal nichts wissen. Für die Mehrheit der kleinen Kammer läuft eine Liberalisierung dieser Werbung den Präventionsbemühungen zuwider. Auch weise die Entwicklung in den Nachbarländern - mit Ausnahme von Deutschland - in eine andere Richtung.

Die Vorlage geht nach dem erneuten Nein des Ständerats nun ein drittes und letztes Mal in den Nationalrat. Peter Bieri (CVP/ZG) erklärte, dass gute Aussicht darauf bestehe, dass sich der Ständerat dann in der anschliessenden Einigungskonferenz durchsetze.

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Dienstag, 27. Mai 2008

 

Multimedia Photoscene AG 

Die von Susann Wach Rózsa begleiteten Schweizer Kurz- und Spielfilmprojekte sind auf internationalen Festivals präsent - und erfolgreich.

 

 TULPAN, erfolgreiche Schweizer Ko-Produktion in Cannes

Noch vor der grossen Preisverleihung hat die Schweizer Ko-Produktion «Tulpan» am Internationalen Filmfestival von Cannes zwei Nebenpreise bekommen - den Preis «Un certain regard» und den Jugendpreis.

Abstehende Ohren können ein Problem sein, wenn man nicht Prinz Charles ist: Im Film «Tulpan» des Kasachen Sergey Dvortsevoy jedenfalls sind solche Lauscher der Grund dafür, dass Asa nicht heiraten und deshalb auch nicht als Schafhirte Karriere machen kann. Die Schauspieler-Crew von «Tulpan» sei vollständig in Cannes anwesend gewesen, sagte die Ko-Produzentin Valerie Fischer von der Zürcher Cobra Film AG  - «mit Ausnahme der etwa 1000 Schafe, Ziegen und Kamele natürlich».

 

 

AUF DER STRECKE gewinnt Studenten-Oscar 2008

 

Der Schweizer Reto Caffi wird für seinen Kurzfilm „Auf der Strecke“ den Oscar für den „Besten ausländischen Studentenfilm 2008” ausgezeichnet. Der „Honorary Foreign Film Award” wurde im Rahmen der feierlichen Preisverleihung der Annual Student Academy Awards am 7. Juni in Beverly Hills verliehen. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences sichtete Abschlussarbeiten von Filmhochschulen aus 29 Ländern. „Auf der Strecke“ ist als schweizerisch-deutsche Co-Produktion Reto Caffis Abschlussfilm an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM).

 

Der 30-minütige Spielfilm mit Roeland Wiesnekker in der Hauptrolle überzeugte bereits Jurys und das Publikum zahlreicher internationaler Filmfestivals, bevor ihm nun die Anerkennung Hollywoods zuteil wird: Nach dem Quartz des Besten Schweizer Kurzfilms beim Schweizer Filmpreis 2008, wurde „Auf der Strecke” beim weltweit grössten Kurzfilmfestival in Clermont-Ferrand mit dem Grossen Preis der Jury ausgezeichnet. In Deutschland gewann er den Förderpreis für den Besten Absolventenfilm 2008 im Rahmen der Babelsberger Medienpreise. Bei seiner ersten Präsentation in den USA, beim Filmfestival in Aspen, gewann er Anfang April den Preis für den Besten Studentenfilm 2008.

 

Der Gewinn des Studenten-Oscars unterstreicht die Dynamik und das internationale Renommee des hiesigen Kurzfilmschaffens. Zum ersten Mal gewinnt ein Schweizer Kurzfilm die prestigeträchtige Trophäe in der Kategorie „Bester ausländischer Studentenfilm“.

 

 

TÔT OU TARD erhält in Oberhausen den Preis für den besten 35 mm Film unter 15 Minuten im Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

 

Der Animationsfilm „Tôt ou tard“ der Schweizerin Jadwiga Kowalska überzeugt durch seine einfache, poetische Geschichte und die adäquate Umsetzung in seiner Animationstechnik. Ein für Kinder wie Erwachsene gleichsam unterhaltsamer Film über Tag, Nacht und die Kraft der Freundschaft.

 

 

HELLO GOODBYE. Am 18. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern gewann der Schweizer Regisseur Stefan Jäger für seinen Film «Hello Goodbye» den mit 5000 Euro dotierten NDR-Regiepreis.

Diese Ehrung geht damit zum vierten Mal in Folge an junge Schweizer Regisseure. Der Film «Hello Goodbye» widmet sich dem Thema würdevolles Sterben. 

 

Vier Schweizer Animationsfilme am SICAF in Seoul

 

Das 12. Seoul International Cartoon & Animation Festival (SICAF), welches vom 21. bis 25. Mai 2008 in der Koreanischen Republik stattfand, zeigte vier Schweizer Animationskurzfilme. Im Wettbewerb der Schulfilme liefen die Filme „La main de l’ours“ von Marina Rosset und THE BELLRINGER von Dustin Rees. TÔT OU TARD von Jadwiga Kowalska und „haaf and me, in: swing beijing“ von Oliver Aemisegger sind im Panorama zu sehen. Der bekannte Genfer Trickfilmer Georges Schwizgebel, der in der Jury ist, präsentiert in Seoul seine 14 Meisterwerke.

 

Die vier ausgewählten Schweizer Filme setzten in Seoul eine beachtenswerte Festivalkarriere fort und werden im Juni am Animationsfilmfestival in Annecy gezeigt. Es sind allesamt Produktionen der Fachklasse Trickfilm an der Hochschule Luzern, Design & Kunst (HSLU), welche in diesem Bereich die helvetischen Talente von morgen ausbildet.

 

 

Premiere der Fussball-Kurzfilmrolle „Eleven Minutes“ am Vienna Independent Shorts Festival in Wien

 

„Eleven Minutes“ heisst die österreichisch-schweizerische Kurzfilmrolle, die im Hinblick auf die Euro 08 produziert wurde. Die Rolle feiert ihre Premiere an der Eröffnung des 5. Festivals „Vienna Independent Shorts“ (16. – 23. Mai 2008 ) am Freitag, 16. Mai im Gartenbau Kino Wien. Neun Kurzfilme (fünf schweizerische und vier österreichische Produktionen) bestreiten diese 90-minütige Film-Partie, welche das einzige Filmprojekt zur europäischen Fussballmeisterschaft darstellt.

 

Die Schweizer Teilnehmer sind: Der eigens für „Eleven Minutes“ produzierte Kurzfilm „La touche“ („Die Ersatzbank“) von Robin Harsch, der Animationsfilm FC MURMELI von Dustin Rees und Jochen Ehmann, „Alptraum“ von This Lüscher, sowie die beiden vor ein paar Jahren entstandenen Kurzfilme „Oscar“ von Roberto Martinez und „Hopp Schwyz“ von Fulvio Bernasconi. Im zweimal 45 Minuten dauernden Match treten sie gegen vier Fussball-Kurzfilme aus Österreich an: „Kopfball“ von Eva Hausberger, „Mit Blick auf Wien“ von Johanna Moder, „Schwarze Perlen“ von Benedikt Rubey und Wolfgang Murnberger sowie „Replay’08“ von Peter Hörmanseder.

  

Am Wiener Kurzfilmfestival „Vienna Independent Shorts“ wird dem Schweizer Kurzfilmschaffen besonderes Augenmerk geschenkt. Insgesamt 23 Schweizer Kurzfilme stehen im Programm. Im Wettbewerb laufen die beiden Animationsfilme „Jeu“ von Georges Schwizgebel und ELVIRA von Sabine Lattmann. In einem von SWISS FILMS zusammengestellten Programm unter dem Titel „The Dark side of Switzerland“ wird unbekannt düsteres aus der heimischen Produktion gezeigt und mit einem Spezialitätenbüffet aus der Schweiz ergänzt. Zudem stellt sich das Trickfilmfestival Fantoche aus Baden mit einem Programm in Wien vor. In Sonderprogrammen werden Filme auch in einem Liegekino an die Decke projiziert.

 

  • THE  FORTH KING / Dr viert König von Ted Sieger ist nominiert für den PRIX JEUNESSE 2008 (Festival vom 30. Mai – 4. Juni in München).

http://www.prixjeunesse.de

 

  • TABLEAU  von Gábor Dettre nimmt am Wettbewerb des internationalen Filmfestivals von Karlovy Vary teil (4.-12. Juli 2008).

http://www.kviff.com

Stills aus Tableau

 

Filme in Schweizer Kinos:

SLUMMING - Drama von Michael Glawogger

 

Freitag, 1. Februar 2008

 

Schweizer Fernsehen verliert Produzentin Susann Wach Ròzsa

 

Die Filmproduktion des deutschsprachigen Schweizer Fernsehens

(SF) hat einen gewichtigen Abgang zu verzeichnen: Susann Wach Ròzsa hat Leutschenbach nach 15 Jahren den Rücken gekehrt und arbeitet jetzt als freie Produzentin. Es sei ihr Ziel gewesen, «Unterhaltung auf hohem Niveau zu bieten», sagte sie gegenüber dem Klein Report, was aber immer schwieriger geworden sei, namentlich auch nach der Pensionierung von Redaktionsleiter Martin Schmassmann im Jahre 2004, mit dem sie verschiedene «Tatort»-Filme produziert hatte.

 

Der Abschied sei ein schleichender Prozess gewesen: «Das Verhältnis zwischen mir und dem Fernsehen bröckelte. Ich glaube, die sind froh, dass ich gegangen bin. Ich habe zunehmend realisiert, dass meine Erfahrung beim Schweizer Fernsehen nicht mehr zählte. Man hat mir gar in einem Mitarbeitergespräch vorgeworfen, ich sei überengagiert. Meine Haltung und mein Qualitätsanspruch waren nicht mehr erwünscht», stellte sie etwas resigniert fest und fügte gegenüber dem Klein Report trotzig hinzu: «Ich mache Filme mit Herz und Seele, jetzt erst recht als freie Produzentin. Der schmerzhafte Prozess ist abgeschlossen, und ich fühle mich von den Fernsehstrukturen befreit.»

 

Ihre Arbeit und ihr Filmverständnis seien beim heutigen Schweizer Fernsehen nicht mehr gefragt, fürchtet Susann Wach Ròzsa. Der ebenfalls scheidende Kulturchef Adrian Marthaler habe in einem Papier Grundsätze für die Stoffentwicklung und die Produktion von Fernsehfilmen verfasst und darin festgehalten, der Fernsehfilm müsse die Bedürfnisse des Sonntagabend-Publikums noch stärker erfüllen, mindestens

22 Prozent Marktanteil erreichen und starkes Identifikationspotenzial bieten. Damit würden Problemfilme, «hektische Actionfilme, düstere Psychodramen, didaktische Sozialdramen und beklemmende Psychothriller» ausgegrenzt.

Gefragt seien hingegen Feel-Good-Movies à la «Millionenschwer verliebt» oder «Die Herbstzeitlosen». Dazu die Produzentin:

«Es kann doch nicht alles nur auf den Quotenanspruch ausgerichtet sein.»

 

Zusammen mit ihrem Ehemann, dem Zürcher Fotografen Klaus Ròzsa, will sie jetzt in Zürich und Budapest Stoffe und Projekte entwickeln, Dossiers erstellen und Koproduktionspartner suchen.

 

(Kleinreport 1.2.2008)

Susann Wach Rózsa verlässt SF

sennhami | 01 Februar, 2008 08:24

 

Susann Wach Ròzsa (Foto Website Fotoscene AG)Gemäss Kleinreport von heute Freitag verlässt die langjährige Produzentin Susann Wach Ròzsa das  Schweizer Fernsehen.  Zwar sind  Ab- und Neuzugänge  bei SF so normal wie bei anderen Medienunternehmen. Interessant  sind hier allerdings die Verweise auf die  Begründung. Susann Wach war an der Produktion einiger der interessanteren Filme beteiligt, bei denen SF als Partner zeichnete, zum Beispiel Strähl von Manuel Flurin Hendry, und einer ganzen Reihe von "Tatort"-Krimis. Gegenüber dem Kleinreport begründet sie ihren Abgang unter anderem so:

 

Ihre Arbeit und ihr Filmverständnis seien beim heutigen Schweizer Fernsehen nicht mehr gefragt, fürchtet Susann Wach Ròzsa. Der ebenfalls scheidende Kulturchef Adrian Marthaler habe

in einem Papier Grundsätze für die Stoffentwicklung und die Produktion von Fernsehfilmen verfasst und darin festgehalten, der Fernsehfilm müsse die Bedürfnisse des Sonntagabend-Publikums noch stärker erfüllen, mindestens 22 Prozent Marktanteil erreichen und starkes Identifikationspotenzial bieten. Damit würden Problemfilme, «hektische Actionfilme, düstere Psychodramen, didaktische Sozialdramen und beklemmende Psychothriller» ausgegrenzt. Gefragt seien hingegen Feel-Good-Movies à la «Millionenschwer verliebt» oder «Die Herbstzeitlosen». Dazu die Produzentin: «Es kann doch nicht alles nur auf den Quotenanspruch ausgerichtet sein.» (ganzer Artikel hier)

 

Auch wenn man berücksichtigt, dass  bei solchen Abgängen selten alles auf den Tisch gelegt  wird,  scheint mir damit  doch  mein eigener Eindruck gestützt, dass die Fernsehfilmproduktion beim SF massiv unter Quotendruck steht, und dass das eine der Erklärungen für die eklatante Harmlosigkeit der meisten dieser Filmchen sein dürfte.