«Räuberinnen»: Zensur bei SF

Szenenbild Räuberinnen
Szenenbild Räuberinnen

Als «Schauermärchen» hat die Zürcher Regisseurin Carla Lia Monti den Film «Räuberinnen» als ihren ersten langen Spielfilm gedreht, der in Solothurn Ende Januar seine Premiere feiern soll.

 

Doch die reichlich deftig erzählte Geschichte über «Frauen ohne Skrupel und Männer ohne Hosen» kommt nur in zensurierter Form auf den Bildschirm, obschon das Schweizer Fernsehen (SF) den Streifen zusammen mit der Produktionsfirma Dschoint Ventschr produziert hat. Das bestätigte SF-Sprecher David Affentranger.

 

«Wir sind verpflichtet, uns an die Konzession zu halten, weshalb wir einige Szenen anpassen müssen, wenn wir den Film zeigen», sagte er. Das sei aber ohnehin erst in mehr als einem Jahr der Fall.

 

Wer trotzdem schon jetzt eine Kostprobe versuchen will, kann seit kurzem den Trailer auf http://tinyurl.com/5lcf2o sehen und zwar den «Directors Cut», wie Dschoint-Ventschr-Produzent Samir schmunzelnd verriet. Allerdings: Es gilt die Warnung des Bundesamts an alle Männer: «Dieser Film kann schwerwiegende Auswirkungen auf ihre Psyche und Potenz haben», heisst es eingangs. Davon können Viktor Giacobbo und Patrick Frey erzählen, die zwei Räuber spielen, die sich am Schluss mit abgeschlagenen Köpfen über die Vorzüge der Weiblichkeit unterhalten. 

Verantwortliche Redaktorin für die Produktion bei SF war Susann Wach.

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Kommentare: 5
  • #1

    tina (Mittwoch, 21 Januar 2009 18:32)

    selten solch ein misslungenen und misserablen Film gesehen!

  • #2

    Reto Stalder (Donnerstag, 29 Januar 2009 15:40)

    „Eine vor sich hin ferkelnde Groteske“ (Tages Anzeiger), „versautester Film seit Bestehen der Schweizer Filmförderung“ (Blick), „grotesk-überdrehte Komödie mit derben Sex- und Gewaltszenen“ (der Bund) – dies nur einige Pressestimmen zum neusten Schweizer Film „Räuberinnen“.
    Ich bin entrüstet über den neusten, vom Bund mitfinanzierten Film: „Räuberinnen“ von der Regisseurin Carla Lia Monti zelebriert in überbordender Art und Weise Gewalt- und Sexszenen. Der Film mit der sadistischen Burgherrin und dem sexsüchtigen Bischoff wurde mit 600`000 Franken subventioniert.
    Einerseits wird in die Gewaltprävention investiert, andererseits wird ein Film mit heftigen Gewaltszenen subventioniert. Sexualdelikte nehmen zu, und der Bund subventioniert einen Film mit derben Sexszenen. Das darf nicht sein! Die Subventionierung des genannten Filmes ist eine entsetzliche Fehlinvestition auf Kosten der Schweizer Bürgerinnen und Bürger!
    Als Zeichen des Protestes kann ab sofort unserer Facebook-Gruppe beigetreten werden:
    http://www.facebook.com/s.php?k=100000004&id=63453165796&gr=2&a=7&sid=75c9f66f60b0910737c80d9e00c16ecc#/group.php?gid=63453165796

  • #3

    Susann Wach (Mittwoch, 04 Februar 2009 06:48)

    "Füdlibürger auf der Palme" konstatiert Simone Meier im Tages Anzeiger, womit sie den Nagel auf den Kopf trifft oder den Absatz auf den Schwanz um im Genre von "Räuberinnen" zu sprechen. Es läuft wieder eine dieser typisch schweizerischen Debatten, wo es um Kulturschaffende geht, die einen Hang zum Schrillen und Schrägen haben oder die den Mächtigen ans Bein pinkeln (wie Hirschhorn in Paris oder in Davos). Mit Verlaub, ohne "Räuberinnen" hätte es in Solothurn keine Filmgespräche gegeben. Und wer keine nackten Busen und Schäbis erträgt, der soll halt zu Hause fern sehen. Bin gespannt, wie dort die zensurierte Version von "Räuberinnen" aussieht, wahrscheinlich wird's ein Kurzfilm... Auf Facebook gibt's übrigens auch einen Fanclub der Räuberinnen!

  • #4

    Ruben (Freitag, 07 September 2012 08:37)

    will be restored before long

  • #5

    Gabriel Waid (Sonntag, 22 Januar 2017 05:23)


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