Der Verband Filmregie und Drehbuch Schweiz will sich zusammen mit den anderen Branchenverbänden noch verstärkter für eine Verbesserung der Schweizer Filmförderu

Am 4. April 2009 fand in Bern die ordentliche Generalversammlung des Verbandes Filmregie und Drehbuch (ARF/FDS) statt.

Der Verband erfreut sich einer guten Verfassung, wie der grosse Aufmarsch an der Generalversammlung und die zahlreichen Aufnahmegesuche – insbesondere von namhaften DrehbuchautorInnen - zeigten. Die Generalversammlung fordert eine konstruktive, kommunikative und verlässliche Ausgestaltung und Handhabung der Filmförderung, die für alle Filmschaffenden da ist und die deren Engagement und Risikobereitschaft mit Respekt und Offenheit begegnet.

 

Der Präsident, Stefan Haupt, und der Vizepräsident, Michele Andreoli, wurden für ein weiteres Jahr im Amt bestätigt. Frédéric Gonseth trat nach dreijähriger Vorstandsarbeit zurück. Die bisherigen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt: Jeanne Berthoud, Anne Cuneo, Lutz Konermann, Erich Langjahr, Irene Loebell, Bettina Oberli, Denis Rabaglia, Theo Stich und Romed Wyder. Neu nehmen Alessandra Gavin-Mueller und Daniel Howald Einsitz im Vorstand. Ebenfalls wurden an der Generalversammlung folgende DrehbuchautorInnen und RegisseurInnen einstimmig in den Verband aufgenommen: Felix Benesch, Lionel Baier, Reto Caffi, Christa Capaul, Patrick Claudet, Linda Della Casa, Christian Felix, Filippo Filliger, Katja Früh, Anne-Marie Haller, Daniel Helfer, Niklaus Hilber, Daniel Howald, Elvira Isenring, Christian Jamin, Hans Liechti, Micha Lewinsky, Ursula Meier, Barbara Müller, Sylviane Neuenschwander-Gindrat, Maria Nicollier, Nathalie Oestreicher, Vito Robbiani, Xavier Ruiz, Barbara Seiler, Dave Tucker und Mirco Vogelsang. Besonders freut uns, dass wir Marc Forster als Gönnermitglied im Verband begrüssen dürfen.

 

Das vergangene Jahr war übervoll mit Arbeit. Gesamthaft können wir zufrieden sein. Mit der von uns verfolgten, geradlinigen Politik ist es uns gelungen, die eigene Handlungsfähigkeit zu wahren und die Verbindungen zu unseren BranchenpartnerInnen zu vertiefen. Mit Besorgnis hingegen beobachten wir das sich verschlechternde filmpolitische Klima in der Schweiz. Wir wollen auch in diesen schwierigen Zeiten den Schweizer Film weiter stärken. Wir wollen einen kulturell und ökonomisch erfolgreichen Schweizer Film und gute Beziehungen in der Branche über die Generationen hinweg wie auch mit den involvierten Institutionen, denn nur so gelingt die notwendige Konzentration der Energien und Ressourcen. Ebenfalls fordern wir erneut, namentlich vom Bundesamt für Kultur, klare und verlässliche Spielregeln sowie eine Verbesserung der Kommunikation mit der Filmbranche, welche die nötige Transparenz und das Vertrauen schaffen, damit Raum für Unerwartetes und Überraschendes entsteht. Zusammen mit den Branchenverbänden werden wir uns noch verstärkter für dieses filmpolitische Ziel einsetzen.

 

Wir AutorInnen und RegisseurInnen sind wesentlich an den Filmwerken beteiligt. Wir wollen unsere Verantwortung weiterhin wahrnehmen und beitragen, dass in der Schweiz kreative, begeisternde, reflektierte, kulturell vielfältige Filme in allen Landesteilen entstehen, die ihr entsprechendes Publikum finden. Dazu ist dringend eine Erhöhung des Herstellungskredits nötig. Es müssen die UrheberInnen (Drehbuch und Regie) genauso gestärkt werden wie auch die ProduzentInnen. Wir plädieren für eine breitere Unterstützung, für eine bedeutend höhere Anzahl geförderter Drehbücher. Wir verlangen, dass die UrheberInnen weiterhin ohne Abstriche an Succès Cinéma beteiligt werden. Wir treten ein für die Verbesserungen der Rahmenbedingungen, für eigenwillige, risikoreiche Filme aus einem Land, das keine Imitationen oder Kopien, sondern «seine eigenen Bilder produziert».

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