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Neuerscheinung | Verheerende Bilanz

Klaus Rózsa, Jahrgang 1954, und Wolfgang Seibert, Jahrgang 1947, vereint eine aktivistische, linksradikale und jüdische Biografie, die immer wieder von Zweifeln an und Brüchen mit der Linken geprägt war und es bis heute ist. Aktiv waren sie u.a. in militanten, antiimperialistischen und antizionistischen Zusammenhängen und haben dabei auch Positionen vertreten, die sie heute vehement kritisieren. Zu unterschiedlichen Zeitpunkten und ausgelöst u.a. durch Aktionen militanter Gruppen distanzierten sie sich von diesen und setzten sich kritisch in Bezug zum Weltbild des Antiimperialismus. Nichtsdestotrotz definieren sie sich heutzutage als linksradikal und aktivistisch und sind in zahlreichen Initiativen aktiv. Ihre politischen Analysen der Gegenwart beruhen auch auf ihren biografischen Erfahrungen mit verschiedenen Formen des Antisemitismus inner- und außerhalb der Linken. Dazu gehören nicht zuletzt Reflexionen über die eigenen Familiengeschichten.

Auf der Grundlage einer Reihe von Veranstaltungen, Interviews und Gesprächen entstand eine Textmontage, die eine Vielzahl von Themen und zugehörigen Geschichten beinhaltet. Sie bildet einen mehrere Generationen übergreifenden Austausch biografischer Erfahrungen ab. Kontextualisiert und ergänzt durch einen einleitenden Essay werden in Verheerende Bilanz zudem beispielhafte wie anschauliche Einblicke in Genese und Kritik dichotomer Weltbilder wie das des Antiimperialismus geliefert.

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Sonntag 5. Februar 2017  11:00-12:00 - DOPPELPUNKT.   Die legendärste Talkshow der Schweiz. Mit Roger Schawinski und Miklós Klaus Rózsa

STAATENLOS - KLAUS RÓZSA, FOTOGRAF - AM FILMFESTIVAL SOLOTHURN

Programm der 52. Solothurner Filmtage 2017  19. –– 26. Januar 2017 

Staatenlos – Klaus Rózsa, Fotograf

Erich Schmid | 2017 | Pan Doc | Doc 96' | Orig

 

Freitag 20.1.2017               09:30 | Capitol

Montag 23.1.2017              11:30 | Konzertsaal

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STAATENLOS – KLAUS RÓZSA, FOTOGRAF

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buchgespräch christof nuessli und christoph oeschger„miklós klaus rózsa”

buchgespräch 
christof nuessli und christoph oeschger
„miklós klaus rózsa”


datum_dienstag, 1. dezember 2015 
zeit_19:00 uhr 
ort_hauptbücherei wien



miklós klaus rózsa
beobachtung und überwachung prallen aufeinander: christof nüssli und christoph oeschger kombinieren fotografien des aktivisten rózsa mit den über ihn erstellten staatsschutzakten (1971–1989). die montagen basieren auf rózsas archiv, welches unzählige fotografien und über 3000 staatsschutzakten beinhaltet. das collagieren der beiden quellen ergibt neue bilder, die die geschichte einer ereignisreichen zeit aus zwei perspektiven erzählen. am beispiel einer einzelperson wird die tragweite der zürcherischen jugendbewegung und der repression durch den staat fassbar.

das 624-seitige buch »miklós klaus rózsa« wurde unter anderem als eines der schönsten deutschen büchern und mit der bronzenmedaile bei den schönsten büchern aus aller welt ausgezeichnet und stand auf der shortliste des aperture first photo book prize.

das archivmaterial von rózsa verwendeten nüssli/oeschger für weitere arbeiten (mkr_01 – mkr_04) die in ausstellungen im in- und ausland gezeigt wurden. 


christof nüssli 
(*1986, ch)
» www.christofnuessli.ch


christoph oeschger 
(*1984, ch)
» www.christophoeschger.ch                                http://typographischegesellschaft.at/k_vortrag_workshop/bg_nuessli_oeschger.html


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Neuerscheinung | Verheerende Bilanz

Klaus Rózsa, Jahrgang 1954, und Wolfgang Seibert, Jahrgang 1947, vereint eine aktivistische, linksradikale und jüdische Biografie, die immer wieder von Zweifeln an und Brüchen mit der Linken geprägt war und es bis heute ist. Aktiv waren sie u.a. in militanten, antiimperialistischen und antizionistischen Zusammenhängen und haben dabei auch Positionen vertreten, die sie heute vehement kritisieren. Zu unterschiedlichen Zeitpunkten und ausgelöst u.a. durch Aktionen militanter Gruppen distanzierten sie sich von diesen und setzten sich kritisch in Bezug zum Weltbild des Antiimperialismus. Nichtsdestotrotz definieren sie sich heutzutage als linksradikal und aktivistisch und sind in zahlreichen Initiativen aktiv. Ihre politischen Analysen der Gegenwart beruhen auch auf ihren biografischen Erfahrungen mit verschiedenen Formen des Antisemitismus inner- und außerhalb der Linken. Dazu gehören nicht zuletzt Reflexionen über die eigenen Familiengeschichten.

Auf der Grundlage einer Reihe von Veranstaltungen, Interviews und Gesprächen entstand eine Textmontage, die eine Vielzahl von Themen und zugehörigen Geschichten beinhaltet. Sie bildet einen mehrere Generationen übergreifenden Austausch biografischer Erfahrungen ab. Kontextualisiert und ergänzt durch einen einleitenden Essay werden in Verheerende Bilanz zudem beispielhafte wie anschauliche Einblicke in Genese und Kritik dichotomer Weltbilder wie das des Antiimperialismus geliefert.

Buchvorstellung

Mittwoch, 7. Juni 2017

19 Uhr

Johannes Spohr, Klaus Rózsa und Wolfgang Seibert präsentieren Verheerende Bilanz: Der Antisemitismus der Linken

Ort: Conne Island

Koburger Str. 3

04227 Leipzig

Buchvorstellung

Freitag, 9. Juni 2017

19 Uhr

Johannes Spohr, Klaus Rózsa und Wolfgang Seibert präsentieren Verheerende Bilanz: Der Antisemitismus der Linken

Ort: FAU Lokal, 

Grüntaler Straße 24

13357 Berlin


Sonntag 5. Februar 2017  11:00-12:00 - DOPPELPUNKT.   Die legendärste Talkshow der Schweiz. Mit Roger Schawinski und Miklós Klaus Rózsa

STAATENLOS - KLAUS RÓZSA, FOTOGRAF - AM FILMFESTIVAL SOLOTHURN

Programm der 52. Solothurner Filmtage 2017  19. –– 26. Januar 2017 

Staatenlos – Klaus Rózsa, Fotograf

Erich Schmid | 2017 | Pan Doc | Doc 96' | Orig

 

Freitag 20.1.2017               09:30 | Capitol

Montag 23.1.2017              11:30 | Konzertsaal

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STAATENLOS – KLAUS RÓZSA, FOTOGRAF

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buchgespräch christof nuessli und christoph oeschger„miklós klaus rózsa”

buchgespräch 
christof nuessli und christoph oeschger
„miklós klaus rózsa”


datum_dienstag, 1. dezember 2015 
zeit_19:00 uhr 
ort_hauptbücherei wien



miklós klaus rózsa
beobachtung und überwachung prallen aufeinander: christof nüssli und christoph oeschger kombinieren fotografien des aktivisten rózsa mit den über ihn erstellten staatsschutzakten (1971–1989). die montagen basieren auf rózsas archiv, welches unzählige fotografien und über 3000 staatsschutzakten beinhaltet. das collagieren der beiden quellen ergibt neue bilder, die die geschichte einer ereignisreichen zeit aus zwei perspektiven erzählen. am beispiel einer einzelperson wird die tragweite der zürcherischen jugendbewegung und der repression durch den staat fassbar.

das 624-seitige buch »miklós klaus rózsa« wurde unter anderem als eines der schönsten deutschen büchern und mit der bronzenmedaile bei den schönsten büchern aus aller welt ausgezeichnet und stand auf der shortliste des aperture first photo book prize.

das archivmaterial von rózsa verwendeten nüssli/oeschger für weitere arbeiten (mkr_01 – mkr_04) die in ausstellungen im in- und ausland gezeigt wurden. 


christof nüssli 
(*1986, ch)
» www.christofnuessli.ch


christoph oeschger 
(*1984, ch)
» www.christophoeschger.ch                                http://typographischegesellschaft.at/k_vortrag_workshop/bg_nuessli_oeschger.html


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19. Internationale Kurzfilmtage Winterthur

Vollbild-Modus rein und Volumen hoch: Der neue Festival-Trailer der Kurzfilmtage ist da!  

Trailer: Eine Hommage an die Imaginationskraft des Kinos

Jedes Jahr vergeben wir einem anderen Schweizer Filmemacher eine Carte Blanche für die Realisierung unseres Festivaltrailers. Dieses Jahr erhielt der in Zürich lebende Benny Jaberg den Zuschlag. Jaberg nimmt uns mit auf einen einnehmenden filmischen Kurztrip vom weitgereisten Glühen des Weltalls ins flackernde Licht des Filmprojektors. Der Trailer ist ab sofort online verfügbar, ab Oktober ist er im Fernsehen sowie im Kino zu sehen. Am 27. September feiert er im Rahmen des 11. Zurich Film Festival in Anwesenheit von Cast und Crew Premiere auf Grossleinwand und läutet das Programm «Kurzfilme aus dem Iran» ein. 


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Festival del film Locarno  

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txt.img - when text and image collide!

Vernissage & Lectures

Donnerstag, 28. Mai, ab 18:30 Uhr

 

Weitere Lectures

Donnerstag, 11. Juni, ab 19:00 Uhr

 

Die Ausstellung „txt.img – when text and image collide“ wurde kuratiert von Sebastian Cremers (Prill Vieceli Cremers) und befasst sich mit dem Verhältnis von visueller und verbaler Botschaft.

Neben Ausstelllungsbeiträgen von Hans-Rudolf Lutz, Christof Nuessli, Christoph Oeschger, Piero Glina, Jan-Frederik Bandel ist ein zweitägiges Rahmenprogramm mit Vorträgen von Miklós Klaus Rózsa, Robert Lzicarund vielen Beitragenden der Ausstellung zum Thema geplant. 


Die Ausstellung wurde im Rahmen des Moduls Ausstellungsgestaltung von Studenten der höheren Fachschule Visuelle Gestaltung der BfGZ realisiert und findet in den Räumlichkeiten der ehemaligen Plakatsammlung gegenüber dem Museum für Gestaltung statt, die seit Januar 2015 unter dem Namen schau!fenster mit wechselnden Ausstellungen neu bespielt werden.

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Schweizer Filmpreis: And the winner is...

Das sind die Preisträger des Schweizer Filmpreises 2015

- Bester Spielfilm: «Der Kreis» von Stefan Haupt

- Bester Dokumentarfilm: «Electroboy» von Marcel Gisler 

- Bester Kurzfilm: «Discipline» von Christophe M. Saber 

- Bester Animationsfilm: «Timber» von Nils Hedinger 

- Bestes Drehbuch: «Der Kreis» (Stefan Haupt, Christian Felix, Ivan Madeo, Urs Frey) 

- Beste Darstellerin: Sabine Timoteo («Driften»)

- Bester Darsteller: Sven Schelker («Der Kreis»)

- Beste Nebenrolle: Peter Jecklin («Der Kreis») 

- Beste Filmmusik: «Pause» (Mathieu Urfer, Marcin de Morsier, John Woolloff, Ariel Garcia) 

- Beste Kamera: «Chrieg» (Lorenz Merz) 

- Beste Montage: «Electroboy» (Thomas Bachmann) 

- Spezialpreis der Filmakademie: Patrick Lindenmaier für sein Picture Design in Schweizer Kinofilmen 

- Ehrenpreis: Jean-Luc Godard

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Buchmesse Leipzig

Buchmesse Leipzig 2015
Bronze für "Miklós Klaus Rózsa"

Christof Nüssli, Christoph Oeschger
Miklós Klaus Rózsa
Spector Books / cpress, Leipzig

Gestaltung: Christof Nüssli, Christoph Oeschger
Druck: DZA Druckerei zu Altenburg GmbH, Altenburg
ISBN: 978-3-944669-42-7


624 DIN A4-Seiten. Na, dann mal schnell Daumenkino gemacht. Ein Bömbchen hier, eine Staubwolke da, viele Polizeihelme dort, und noch mehr faksimilierte Schreibmaschinenseiten. Alles schön schwarzweiß, danke, alles klar: Vergangenheitsbewältigung, Stress mit dem Staat. BRD, 1968? DDR, Stasi? Moment mal: Stadtpolizei Zürich, Kantonspolizei Zürich, Bundespolizei? Stress in der Schweiz! Das als Quellenedition inszenierte Material, das der Schweizerische Staat von 1971 bis 1989 über den Fotografen und Politaktivisten Miklós Klaus Rózsa ansammelte sowie das fotografische Werk von Rózsa selbst ist in dieser Publikation zu einem Kunstwerk der Zeitgeschichte komponiert worden.

Eine der faszinierenden Fotografien: nächtliches Stacheldrahtgewölle im Blitzlicht. Wie angenehm es für die Menschen in Uniform gewesen sein mag, die Bürgerattacken zu beschwichtigen, sei dahingestellt. Das gravierende, sublime Mittel der Buchgestaltung: Alle Dokumente der staatlichen Überwachung und der zeitgenössischen Berichterstattung sind mit einem kreidig-weißen Fond versehen; alle Fotografien von Rózsa und Paratexte sind Schwarz auf Papierweiß reproduziert. Dieser kaum wahrnehmbare, aber entscheidende Kontrast zieht den dritten Beobachter, also den Leser, in das Bespitzelungskarussel mit hinein.
»Labile Elemente«: Das war wohl das Motto der Bundespolizei wie der Buchgestaltung. Es waren wohl Freaks am Werk.

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Locarno 2015: Israel im Rampenlicht

Carte Blanche 2015: Israel im Rampenlicht

Die fünfte Ausgabe der Carte Blanche, eine Initiative des Festival del film Locarno für Filme, welche sich in Postproduktion befinden, fokussiert dieses Jahr auf Israel. Die ausgewählten Filme werden während den Industry Days dem Fachpublikum präsentiert.

Dank einer Partnerschaft mit dem Israel Film Fund, welcher die Koordination der Filme der Initiative übernimmt, wird Carte Blanche in Locarno fünf bis sieben Filme in Postproduktion präsentieren können. Die Produzentinnen oder Produzenten der ausgewählten Werke stellen ihre Filme dem Fachpublikum am Festival persönlich vor. Um Finalisierung und Verkäufe zu fördern, werden die Filme den anwesenden Verkäufern, Käufern, Programmverantwortlichen sowie Vertretern von Postproduktionsfonds während den Industry Days (8.-10. August 2015) vorgeführt. Eine Jury, die sich aus Persönlichkeiten der Filmindustrie zusammensetzt, wird das beste Filmprojekt anschliessend mit einem Preis im Wert von CHF 10'000 auszeichnen.

Die Initiative Carte Blanche, die 2011 erstmals stattfand, schafft ein jährliches Schaufenster für Werke, die sich in der Postproduktionsphase befinden. Die vorherigen Ausgaben waren Kolumbien, Mexiko, Chile und Brasilien gewidmet.

Nadia Dresti, Delegierte der künstlerischen Leitung und Head of International: «Von den Publikumserfolge auf der Piazza Grande mit The Syrian Bride, The Human Resources Manager und Dancing Arabs von Eran Riklis, bis zur Revelation des Talents von Nadav Lapid, mit dem Kurzfilm Kvish (2006) und dann mit Hashoter im internationalen Wettbewerb 2010, hat das Zusammenspiel des Festival del film Locarno mit Israel immer Früchte getragen. Mit der nächsten Ausgabe wird sich diese Verbündung dank der Zusammenarbeit mit dem Israel Film Fund und der Initiative Carte Blanche zusätzlich verstärken. Diese Initiative macht aus der Gegenwart ein Ausgangspunkt, um in die Zukunft zu blicken.»

Der Israel Film Fund wird den Aufruf zur Filmeinreichung bis am 1. Mai 2015 publizieren, während die ausgewählten Filme im Juli bekannt gegeben werden.

 

Eine Erfolgsgeschichte

Dieses Jahr wird Carte Blanche Extra eingeführt. Diese neue Initiative hat das Ziel, den Erfolgsresultaten der vergangenen Ausgaben von Carte Blanche und der Zusammenarbeit mit den nationalen Filmförderungsinstituten (Cinema do Brasil, CinemaChile, Proimagenes Colombia und IMCINE Mexico) eine Kontinuität zu gewährleisten. Von jedem beteiligten Land werden bis zu vier aufstrebende Produzenten nach Locarno eingeladen. Während den Industry Days haben diese die Möglichkeit, ihre Projekte der europäischen und internationalen Filmindustrie zu präsentieren. Die Industry Days bestätigen somit ihre Rolle als privilegierter Networking-Anlass in diesem spezifischen Fachbereich. Eine Reihe von Geschäftsessen mit Vertretern der internationalen Filmindustrie ergänzt das neue Angebot – ein weiterer Beitrag zur Schaffung eines dynamischen und produktiven „Latino’s Corner“.

Zahlreiche Filme, die in den letzten Jahren für Carte Blanche ausgewählt wurden, sind in der Folge an internationalen Festivals gezeigt worden und haben wichtige Auszeichnungen erhalten – eine weitere Bestätigung des Erfolgs dieser Initiative. Darunter sind Filme wie La Playa DC von Juan Andrés Arango (2012, Kolumbien), der im Rahmen von Un Certain Regard in Cannes präsentiert wurde, Matar a un hombre von Alejandro Fernández Almendras (2014, Chile), Gewinner am letzten Sundance und an vielen weiteren Festivals, sowie die brasilianischen Produktionen The Second Mother (Anna Muylaert, 2015), die am Sundance den Special Jury Award for Acting bekommen hat und in diesen Tagen an der Berlinale in der Sektion Panorama Special zu sehen ist, und O Touro (Larissa Figuereido, 2015), welche in Rotterdam im Programm von Bright Future 2015 stand.

Die Initiative wird von Markus Duffner geleitet, dem Project Manager von Carte Blanche.

Die 68. Ausgabe des Festival del film Locarno findet vom 5. bis 15. August 2015 statt

  

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Solothurner Filmtage: Schlussrunde

 


 

RUHM UND EHRE

Die Jury des «Prix de Soleure» sieht sich am Mittwoch mit «Die Böhms – Architektur einer Familie» den letzten der sieben Wettbewerbsfilme an und zieht sich zur Beratung zurück. Gleichzeitig werden drei Anwärter auf den Publikumspreis noch einmal gezeigt. Bereits abgestimmt haben die Mitglieder der Schweizer Filmakademie: Die Nominierten für den Schweizer Filmpreis 2015 werden am Mittwochabend bekanntgegeben. Die Verleihung des «Prix d’honneur» findet um 14 Uhr im Kino Palace statt. Im Kino im Uferbau erhellen Zahlen und Fakten die Genderfrage.

 


 

PRIX D’HONNEUR 2015

Laterna magica

Die 50. Solothurner Filmtage zeichnen die Ko-Leiter der «Zauberlaterne», Francine Pickel und Vincent Adatte, mit dem «Prix d’honneur» aus. Die beiden gehören zu den Gründungsmitgliedern des Filmklubs für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren, der seit seinen Anfängen im Jahr 1992 auf eine eindrückliche Entwicklung zurückblicken kann. Die Preisverleihung findet um 14 Uhr im Kino Palace statt, die Laudatio hält Christian Frei. Im Anschluss wird der Schweizer Stummfilm «Visages d’enfants» (1923) mit Klavierbegleitung gezeigt. Kinder sind ausdrücklich willkommen!

 


 


 


 

PANORAMA

Im Dutzend

Zwölf Schweizer Dokumentarfilme hinterfragen am Mittwoch die Wirklichkeit. Sie tragen Namen wie «Sleepless in New York», «Children of the Arctic», «El tiempo nublado» oder «Style Wars 2»: Veli Silver und Amos Angeles ist kein Weg zu weit. Das schweizerisch-slowenische Künstlerduo schlägt sich um 12 Uhr im selbsternannten Sequel des legendären Hip-Hop-Films zum heiligen Gral der Streetart durch. Ustad Hossein Arman kehrt nach 20 Jahren im Exil nach Afghanistan zurück. Als Jurymitglied einer Castingshow trifft er um 14.15 Uhr in «Kaboul Song» auf seine Vergangenheit. Filmstar, Fotomodell und Internetpionier: Was Florian Burkhardt anpackte, wurde zum Erfolg. Um 14.30 Uhr sitzt der «Electroboy» vor Marcel Gislers Kamera und fragt sich: «Wer bin ich und warum?»

 

JUBILÄUM

Einblicke

Nach dem historischen Animationsfilmprogramm mit Perlen wie «Alunissons» von Nag Ernest Ansorge und Gisèle Ansorge aus dem Jahre 1970 präsentiert Stina Werenfels ihre bissige Gesellschaftsstudie «Pastry, Pain & Politics». Gertrud Pinkus legt mit «Il valore della donna è il suo silenzio» gleich nach und Renato Berta, Kameramann von «Charles mort ou vif» und «Schatten der Engel», spricht über seine Arbeit mit den Meistern des Neuen Schweizer Films.

 

NACHT DER NOMINATIONEN

Shortlist

Gespannt fiebert die Schweizer Filmakademie der Nacht der Nominationen entgegen. Welche Filme werden am Mittwochabend auf der Shortlist für den Schweizer Filmpreis stehen? Isabelle Chassot, Direktorin des Bundesamtes für Kultur, gibt den Startschuss für das Rennen auf den Schweizer Filmpreis 2015. Ab 22.30 Uhr steigt die Party zum Etappensieg im Uferbau.

 

EXTRAS

Facts & Figures

Am Mittwoch zeigen die Solothurner Filmtage 23 lange Spiel- und Dokumentarfilme. An 7 davon waren Frauen als Regisseurinnen beteiligt. Damit liegt das Tagesprogramm rund 10% über dem Durchschnitt europäischer Erhebungen. Eine Podiumsdiskussion zur «Gender-Frage» liefert um 10 Uhr Zahlen und Fakten aus der Schweiz. Obwohl die Kinoeintritte in der Schweiz rückläufig sind, werden wieder mehr Säle gebaut und die Zahl der Filmstarts steigt. Ab 13 Uhr dreht sich die Diskussion um dieses scheinbare Paradox. Um Marktwert geht es schliesslich auch beim Thema «Entdeckung versus Star». Welches Kapital stellen Schweizer Schauspielerinnen und Schauspieler für die einheimische Spielfilmproduktion tatsächlich dar?

 


 

 


 

 


 

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Jubiläums Filmtage

 

«Unter der Haut» eröffnet die 50. Solothurner Filmtage
Am 22. Januar 2015 eröffnet Claudia Lorenz’ erster langer Spielfilm «Unter der Haut» die 50. Solothurner Filmtage. Die Regisseurin erzählt von der Entfremdung eines Ehepaares, von einer unwiderruflichen Erschütterung ihres gemeinsamen Heims und davon, wie eine fünfköpfige Familie mit neuen Lebensumständen zurechtkommen muss. Zu sehen sind u.a. Ursina Lardi, Dominique Jann und Antonio Buil. Regie, Cast und Crew werden in Solothurn erwartet.

 

http://www.solothurnerfilmtage.ch/home/page.aspx?page_id=4019

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Rózsa liest

 "Über Klaus Rózsa, Fotograf und Enfant Terrible der wilden 80er Jahre, gibt es seit kurzem ein Buch. Es vereint Fotos und Fichen, Vorladungen und Polizeiberichte über Rózsa, der sich damals häufig mit der Staatsgewalt anlegte - vor allem durch Fotos von polizeilichen Übergriffen bei Demonstrationen. Das Buch sieht zwar eher aus wie ein Kunstbuch, eine Collage aus dem "bewegten Zürich", und mich nimmt wunder, wie man daraus vorlesen kann. Doch spannend wird's bestimmt. Und vermutlich recht politisch ;)" - BOOKCROSSERS

Dienstag, 10. Februar um 19:00

Café Gloria  Josefstrasse 59, 8005 Zürich
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Veranstaltungsreihe mit Klaus Rózsa in Deutschland

“Ich bin immer noch militant” #2

Veranstaltungen in Leipzig, Frankfurt und Hannover:

Klaus Rózsa und Wolfgang Seibert im Gespräch über ihr jüdisches und linkes Selbstverständnis

 

Donnerstag, 4. Dezember, Leipzig, „Institut für Zukunft“
Freitag, 5. Dezember, Frankfurt, ehemaliges Polizeigefängnis „Klapperfeld“
Montag, 8. Dezember, Hannover, „Sturmglocke“

Beginn jeweils 19.00

 

Das Aufflammen des Konfliktes zwischen Israel und der Hamas im Juli 2014 hat weltweit für Diskussionen gesorgt, so auch in Deutschland. Die Kritik am israelischen Vorgehen in Gaza vermischt sich nicht selten mit antisemitischen Ressentiments, für die die israelische Politik nur ein zeitgemäßer Aufhänger ist.

Vor dem Hintergrund dieser Situation wollen wir einen Beitrag zu einer Debatte liefern, die sich eindeutigen Polarisierungen entzieht und stattdessen Anregungen gibt, sich auf die Komplexität der Verhältnisse einzulassen. Aus zwei biographischen Perspektiven wird sowohl die Konfrontation mit unterschiedlichen Formen von Antisemitismus, als auch der Umgang mit selbigen beschrieben. Dabei soll der Schwerpunkt auf der Betrachtung vergangener und aktueller Positionen linker Personen und Gruppen liegen, die ebenfalls immer wieder als Akteure im Diskurs erscheinen.

Klaus Rózsa, Jahrgang 1954, und Wolfgang Seibert, Jahrgang 1947, vereint eine aktivistische, linksradikale wie auch jüdische Biografie.

 

Der Fotograf Rózsa lebte lange Zeit in der Schweiz, war Teil der linken und antiimperialistischen Szene und wurde dort jahrelang von der Bundespolizei überwacht. In den 1990er Jahren wendet er sich, ausgelöst von einem reflektierenden Treffen mit alten Gefährt_innen, entschieden von der Unterstützung von nationalen Befreiungsbewegungen ab. Es kommt zu einer Revision von bis dahin unhinterfragten Selbstverständlichkeiten der Linken. Wie es Rózsa ausdrückte: „Unsere Bilanz fiel verheerend aus.“ Heute lebt er in Zürich und Budapest.

Wolfgang Seibert ist der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Pinneberg und macht die Sendung „Shalom Libertad“ im Hamburger Freien Sender-Kombinat (FSK). Ende der 1960er Jahre wandte er sich, entsetzt über den Hass auf Israel, enttäuscht von der radikalen Linken ab. Sein antifaschistisches Engagement sowie positive Erlebnisse mit linken Gruppen brachten ihn zu Beginn des 21. Jahrhunderts wieder zurück zur Politik.

Wir sprechen mit Rózsa und Seibert über ihr jüdisches und ihr linkes Selbstverständnis, ihre Enttäuschungen, Resignation, neue Hoffnungen, über Antisemitismus und die Linke.

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Game-Entwicklung in der Schweiz – von Susann Wach
Game-Entwicklung in der Schweiz – ein Zu
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Dienstag, 27. Mai 2008

 

Multimedia Photoscene AG 

Die von Susann Wach Rózsa begleiteten Schweizer Kurz- und Spielfilmprojekte sind auf internationalen Festivals präsent - und erfolgreich.

 

 TULPAN, erfolgreiche Schweizer Ko-Produktion in Cannes

Noch vor der grossen Preisverleihung hat die Schweizer Ko-Produktion «Tulpan» am Internationalen Filmfestival von Cannes zwei Nebenpreise bekommen - den Preis «Un certain regard» und den Jugendpreis.

Abstehende Ohren können ein Problem sein, wenn man nicht Prinz Charles ist: Im Film «Tulpan» des Kasachen Sergey Dvortsevoy jedenfalls sind solche Lauscher der Grund dafür, dass Asa nicht heiraten und deshalb auch nicht als Schafhirte Karriere machen kann. Die Schauspieler-Crew von «Tulpan» sei vollständig in Cannes anwesend gewesen, sagte die Ko-Produzentin Valerie Fischer von der Zürcher Cobra Film AG  - «mit Ausnahme der etwa 1000 Schafe, Ziegen und Kamele natürlich».

 

 

AUF DER STRECKE gewinnt Studenten-Oscar 2008

 

Der Schweizer Reto Caffi wird für seinen Kurzfilm „Auf der Strecke“ den Oscar für den „Besten ausländischen Studentenfilm 2008” ausgezeichnet. Der „Honorary Foreign Film Award” wurde im Rahmen der feierlichen Preisverleihung der Annual Student Academy Awards am 7. Juni in Beverly Hills verliehen. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences sichtete Abschlussarbeiten von Filmhochschulen aus 29 Ländern. „Auf der Strecke“ ist als schweizerisch-deutsche Co-Produktion Reto Caffis Abschlussfilm an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM).

 

Der 30-minütige Spielfilm mit Roeland Wiesnekker in der Hauptrolle überzeugte bereits Jurys und das Publikum zahlreicher internationaler Filmfestivals, bevor ihm nun die Anerkennung Hollywoods zuteil wird: Nach dem Quartz des Besten Schweizer Kurzfilms beim Schweizer Filmpreis 2008, wurde „Auf der Strecke” beim weltweit grössten Kurzfilmfestival in Clermont-Ferrand mit dem Grossen Preis der Jury ausgezeichnet. In Deutschland gewann er den Förderpreis für den Besten Absolventenfilm 2008 im Rahmen der Babelsberger Medienpreise. Bei seiner ersten Präsentation in den USA, beim Filmfestival in Aspen, gewann er Anfang April den Preis für den Besten Studentenfilm 2008.

 

Der Gewinn des Studenten-Oscars unterstreicht die Dynamik und das internationale Renommee des hiesigen Kurzfilmschaffens. Zum ersten Mal gewinnt ein Schweizer Kurzfilm die prestigeträchtige Trophäe in der Kategorie „Bester ausländischer Studentenfilm“.

 

 

TÔT OU TARD erhält in Oberhausen den Preis für den besten 35 mm Film unter 15 Minuten im Kinder- und Jugendfilmwettbewerb

 

Der Animationsfilm „Tôt ou tard“ der Schweizerin Jadwiga Kowalska überzeugt durch seine einfache, poetische Geschichte und die adäquate Umsetzung in seiner Animationstechnik. Ein für Kinder wie Erwachsene gleichsam unterhaltsamer Film über Tag, Nacht und die Kraft der Freundschaft.

 

 

HELLO GOODBYE. Am 18. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern gewann der Schweizer Regisseur Stefan Jäger für seinen Film «Hello Goodbye» den mit 5000 Euro dotierten NDR-Regiepreis.

Diese Ehrung geht damit zum vierten Mal in Folge an junge Schweizer Regisseure. Der Film «Hello Goodbye» widmet sich dem Thema würdevolles Sterben. 

 

Vier Schweizer Animationsfilme am SICAF in Seoul

 

Das 12. Seoul International Cartoon & Animation Festival (SICAF), welches vom 21. bis 25. Mai 2008 in der Koreanischen Republik stattfand, zeigte vier Schweizer Animationskurzfilme. Im Wettbewerb der Schulfilme liefen die Filme „La main de l’ours“ von Marina Rosset und THE BELLRINGER von Dustin Rees. TÔT OU TARD von Jadwiga Kowalska und „haaf and me, in: swing beijing“ von Oliver Aemisegger sind im Panorama zu sehen. Der bekannte Genfer Trickfilmer Georges Schwizgebel, der in der Jury ist, präsentiert in Seoul seine 14 Meisterwerke.

 

Die vier ausgewählten Schweizer Filme setzten in Seoul eine beachtenswerte Festivalkarriere fort und werden im Juni am Animationsfilmfestival in Annecy gezeigt. Es sind allesamt Produktionen der Fachklasse Trickfilm an der Hochschule Luzern, Design & Kunst (HSLU), welche in diesem Bereich die helvetischen Talente von morgen ausbildet.

 

 

Premiere der Fussball-Kurzfilmrolle „Eleven Minutes“ am Vienna Independent Shorts Festival in Wien

 

„Eleven Minutes“ heisst die österreichisch-schweizerische Kurzfilmrolle, die im Hinblick auf die Euro 08 produziert wurde. Die Rolle feiert ihre Premiere an der Eröffnung des 5. Festivals „Vienna Independent Shorts“ (16. – 23. Mai 2008 ) am Freitag, 16. Mai im Gartenbau Kino Wien. Neun Kurzfilme (fünf schweizerische und vier österreichische Produktionen) bestreiten diese 90-minütige Film-Partie, welche das einzige Filmprojekt zur europäischen Fussballmeisterschaft darstellt.

 

Die Schweizer Teilnehmer sind: Der eigens für „Eleven Minutes“ produzierte Kurzfilm „La touche“ („Die Ersatzbank“) von Robin Harsch, der Animationsfilm FC MURMELI von Dustin Rees und Jochen Ehmann, „Alptraum“ von This Lüscher, sowie die beiden vor ein paar Jahren entstandenen Kurzfilme „Oscar“ von Roberto Martinez und „Hopp Schwyz“ von Fulvio Bernasconi. Im zweimal 45 Minuten dauernden Match treten sie gegen vier Fussball-Kurzfilme aus Österreich an: „Kopfball“ von Eva Hausberger, „Mit Blick auf Wien“ von Johanna Moder, „Schwarze Perlen“ von Benedikt Rubey und Wolfgang Murnberger sowie „Replay’08“ von Peter Hörmanseder.

  

Am Wiener Kurzfilmfestival „Vienna Independent Shorts“ wird dem Schweizer Kurzfilmschaffen besonderes Augenmerk geschenkt. Insgesamt 23 Schweizer Kurzfilme stehen im Programm. Im Wettbewerb laufen die beiden Animationsfilme „Jeu“ von Georges Schwizgebel und ELVIRA von Sabine Lattmann. In einem von SWISS FILMS zusammengestellten Programm unter dem Titel „The Dark side of Switzerland“ wird unbekannt düsteres aus der heimischen Produktion gezeigt und mit einem Spezialitätenbüffet aus der Schweiz ergänzt. Zudem stellt sich das Trickfilmfestival Fantoche aus Baden mit einem Programm in Wien vor. In Sonderprogrammen werden Filme auch in einem Liegekino an die Decke projiziert.

 

  • THE  FORTH KING / Dr viert König von Ted Sieger ist nominiert für den PRIX JEUNESSE 2008 (Festival vom 30. Mai – 4. Juni in München).

http://www.prixjeunesse.de

 

  • TABLEAU  von Gábor Dettre nimmt am Wettbewerb des internationalen Filmfestivals von Karlovy Vary teil (4.-12. Juli 2008).

http://www.kviff.com

Stills aus Tableau

 

Filme in Schweizer Kinos:

SLUMMING - Drama von Michael Glawogger

 

Freitag, 1. Februar 2008

 

Schweizer Fernsehen verliert Produzentin Susann Wach Ròzsa

 

Die Filmproduktion des deutschsprachigen Schweizer Fernsehens

(SF) hat einen gewichtigen Abgang zu verzeichnen: Susann Wach Ròzsa hat Leutschenbach nach 15 Jahren den Rücken gekehrt und arbeitet jetzt als freie Produzentin. Es sei ihr Ziel gewesen, «Unterhaltung auf hohem Niveau zu bieten», sagte sie gegenüber dem Klein Report, was aber immer schwieriger geworden sei, namentlich auch nach der Pensionierung von Redaktionsleiter Martin Schmassmann im Jahre 2004, mit dem sie verschiedene «Tatort»-Filme produziert hatte.

 

Der Abschied sei ein schleichender Prozess gewesen: «Das Verhältnis zwischen mir und dem Fernsehen bröckelte. Ich glaube, die sind froh, dass ich gegangen bin. Ich habe zunehmend realisiert, dass meine Erfahrung beim Schweizer Fernsehen nicht mehr zählte. Man hat mir gar in einem Mitarbeitergespräch vorgeworfen, ich sei überengagiert. Meine Haltung und mein Qualitätsanspruch waren nicht mehr erwünscht», stellte sie etwas resigniert fest und fügte gegenüber dem Klein Report trotzig hinzu: «Ich mache Filme mit Herz und Seele, jetzt erst recht als freie Produzentin. Der schmerzhafte Prozess ist abgeschlossen, und ich fühle mich von den Fernsehstrukturen befreit.»

 

Ihre Arbeit und ihr Filmverständnis seien beim heutigen Schweizer Fernsehen nicht mehr gefragt, fürchtet Susann Wach Ròzsa. Der ebenfalls scheidende Kulturchef Adrian Marthaler habe in einem Papier Grundsätze für die Stoffentwicklung und die Produktion von Fernsehfilmen verfasst und darin festgehalten, der Fernsehfilm müsse die Bedürfnisse des Sonntagabend-Publikums noch stärker erfüllen, mindestens

22 Prozent Marktanteil erreichen und starkes Identifikationspotenzial bieten. Damit würden Problemfilme, «hektische Actionfilme, düstere Psychodramen, didaktische Sozialdramen und beklemmende Psychothriller» ausgegrenzt.

Gefragt seien hingegen Feel-Good-Movies à la «Millionenschwer verliebt» oder «Die Herbstzeitlosen». Dazu die Produzentin:

«Es kann doch nicht alles nur auf den Quotenanspruch ausgerichtet sein.»

 

Zusammen mit ihrem Ehemann, dem Zürcher Fotografen Klaus Ròzsa, will sie jetzt in Zürich und Budapest Stoffe und Projekte entwickeln, Dossiers erstellen und Koproduktionspartner suchen.

 

(Kleinreport 1.2.2008)


Susann Wach Rózsa verlässt SF

sennhami | 01 Februar, 2008 08:24

 

Susann Wach Ròzsa (Foto Website Fotoscene AG)Gemäss Kleinreport von heute Freitag verlässt die langjährige Produzentin Susann Wach Ròzsa das  Schweizer Fernsehen.  Zwar sind  Ab- und Neuzugänge  bei SF so normal wie bei anderen Medienunternehmen. Interessant  sind hier allerdings die Verweise auf die  Begründung. Susann Wach war an der Produktion einiger der interessanteren Filme beteiligt, bei denen SF als Partner zeichnete, zum Beispiel Strähl von Manuel Flurin Hendry, und einer ganzen Reihe von "Tatort"-Krimis. Gegenüber dem Kleinreport begründet sie ihren Abgang unter anderem so:

 

Ihre Arbeit und ihr Filmverständnis seien beim heutigen Schweizer Fernsehen nicht mehr gefragt, fürchtet Susann Wach Ròzsa. Der ebenfalls scheidende Kulturchef Adrian Marthaler habe

in einem Papier Grundsätze für die Stoffentwicklung und die Produktion von Fernsehfilmen verfasst und darin festgehalten, der Fernsehfilm müsse die Bedürfnisse des Sonntagabend-Publikums noch stärker erfüllen, mindestens 22 Prozent Marktanteil erreichen und starkes Identifikationspotenzial bieten. Damit würden Problemfilme, «hektische Actionfilme, düstere Psychodramen, didaktische Sozialdramen und beklemmende Psychothriller» ausgegrenzt. Gefragt seien hingegen Feel-Good-Movies à la «Millionenschwer verliebt» oder «Die Herbstzeitlosen». Dazu die Produzentin: «Es kann doch nicht alles nur auf den Quotenanspruch ausgerichtet sein.» (ganzer Artikel hier)

 

Auch wenn man berücksichtigt, dass  bei solchen Abgängen selten alles auf den Tisch gelegt  wird,  scheint mir damit  doch  mein eigener Eindruck gestützt, dass die Fernsehfilmproduktion beim SF massiv unter Quotendruck steht, und dass das eine der Erklärungen für die eklatante Harmlosigkeit der meisten dieser Filmchen sein dürfte.